Schlatter und der Symbolismus der Seele in einer Ausstellung im Palazzo Medici Riccardi bis Februar 2026

Die Ausstellung „Carlo Adolfo Schlatter – Künstler des Geistes“, die heute um 18 Uhr in den prestigeträchtigen Sälen des Palazzo Medici Riccardi eröffnet wird, bietet die außergewöhnliche Gelegenheit, die Figur des Carlo Adolfo Schlatter (1873–1958) wiederzuentdecken, eines der faszinierendsten und geheimnisvollsten Künstler der florentinischen Szene des frühen 20. Jahrhunderts. Sie ist für die Öffentlichkeit bis zum 22. Februar 2026 zugänglich und stellt einen wichtigen Termin für Florenz und alle dar, die die Beziehung zwischen Kunst, Symbol und Spiritualität vertiefen möchten. Die Ausstellung wird von der Metropolitanstadt Florenz gefördert und von der Stiftung MUS.E mit der Kuratorin Anna Mazzanti und der wissenschaftlichen Koordination von Valentina Zucchi in Zusammenarbeit mit dem Casa Museo Schlatter, der Designschule des Polytechnikums Mailand und dem wissenschaftlich-literarischen Kabinett G.P. Vieusseux organisiert.

Carlo Adolfo Schlatter

Schlatter, Maler, Graveur, Philosoph, Theosoph und aufmerksamer Erforscher des Unsichtbaren, wurde an der Akademie der Schönen Künste in Florenz ausgebildet und fand sich bald in das lebhafte kulturelle Klima der Stadt eingetaucht. Seine Forschung nimmt in einem Kontext Gestalt an, der von einem wachsenden Interesse an Esoterik, Symbolismus und einer weit verbreiteten Reaktion auf den Positivismus geprägt ist. Es ist jedoch seine persönliche Geschichte – geprägt von Trauerfällen und einem tiefen Gefühl der Orientierungslosigkeit –, die ihn zu einer Sichtweise der Kunst als Instrument der spirituellen Erhebung führt. Der Verlust seines Vaters und Bruders in jungen Jahren, die Veränderung seines Familienstandes und schließlich der frühe Tod seiner Frau Emma Moni führen ihn zur Theosophie, die zum Dreh- und Angelpunkt seiner künstlerischen Poetik wird.

Der Rundgang durch die Ausstellung beginnt mit dem Selbstporträt und dem Porträt von Emma, einer grundlegenden Präsenz im Leben und in der Vorstellungswelt des Künstlers. Es folgt eine reiche Auswahl an Landschaften, die sich von einem anfänglichen Macchiaioli-Stil in innere Szenarien, wahre Allegorien des Geistes, verwandeln; die Meereslandschaften, symbolische Bilder des Flusses der Seele und der Unendlichkeit; und eine Reihe von Werken, die auf chromatischen und atmosphärischen Kontrasten aufgebaut sind, wo das Licht zur Essenz, zum Aufstieg, zur Offenbarung wird. Ein Abschnitt ist den Manuskripten, den illustrierten Büchern und den Stichen gewidmet, die das tiefe Einheit zwischen Denken und Bild in Schlatters Poetik bezeugen.

Ein besonders eindrucksvoller Teil der Ausstellung rekonstruiert die Atmosphäre des historischen Ateliers des Künstlers, das sich im Erdgeschoss seines Hauses in der Viale dei Mille befindet; genau in diesen Räumen wurde 2019 das Casa Museo Schlatter gegründet, das von seiner Urenkelin gewollt und gegründet wurde. Der Verein, der offiziell im Palazzo Vecchio von den Stadträten Cecilia Del Re und Tommaso Sacchi vorgestellt wurde, hat das Ziel, dem umfangreichen künstlerischen und philosophischen Erbe von Schlatter, das jahrzehntelang im privaten Raum seines Ateliers aufbewahrt wurde, Sichtbarkeit, Stimme und Würde zurückzugeben. Die Ausstellung im Palazzo Medici Riccardi stellt somit eine grundlegende Etappe im Prozess der Aufwertung seines Vermächtnisses dar.
Wir von Pietre di Rapolano gehören zu den Sponsoren der Ausstellung: Seit Jahren unterstützen wir Projekte, die der Schönheit, der Kunst und der kreativen Forschung gewidmet sind; wir fördern die Kultur gerne als eine Form von Verantwortung, Dialog und Pflege des Erbes.

Die Ausstellung ist nicht nur eine Hommage, sondern eine Rückkehr zum Licht für einen Künstler, der sein ganzes Leben der Vereinigung dessen gewidmet hat, was sichtbar ist mit dem, was ewig ist.

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